Mein kleiner Teufel

Manchmal möchte mein kleiner Teufel
in die Luftballons kleiner Kinder stechen,
der dicken, hässlichen Frau vom Kiosk sagen,
dass die Welt keine Zeit mehr hat,
die inneren Werte zu erforschen.

Manchmal möchte mein kleiner Teufel,
an einem Zebrastreifenrand warten,
ohne über die Straße zu gehen.
Im Aufzug einen fahren lassen,
während man aussteigt.

Manchmal möchte mein kleiner Teufel
in einer Sauna laut lachen,
wenn ein „Kleiner Mann“ den Weg kreuzt,
im Supermarkt schreienden Kindern eine runter hauen,
während die Mutter noch über die antiautoritäre Erziehung nachdenkt.

Manchmal möchte mein kleiner Teufel,
im Kino das Ende eines Films verraten,
durch einen Blitzer fahren und blank ziehen,
meinem Chef in den Kaffee spucken,
einem Leser das Buch vor der Nase zuklappen.

Manchmal möchte mein kleiner Teufel,
Hundebesitzern die Hinterlassenschaften ihrer Lieblinge
in den Nacken schmieren,
Fahrradfahren, die nicht auf dem Fahrradweg fahren
die eigene Autotür spüren lassen.

Manchmal möchte mein kleiner Teufel,
gesunden Behindertenparkplatzbesetzern
die Windschutzscheibe mit Gel einschmieren.
Lauthals Ins Telefon rülpsen,
wenn sich wieder ein Kunde beschweren möchte.

Manchmal möchte mein kleiner Teufel,
der Kollegin sagen, dass ihr Sohn kein Genie ist,
sondern nur unerzogen.
Liegenreservierern die Handtücher ins Meer werfen.

Manchmal möchte mein kleiner Teufel
einfach nur meinen kleinen Engel besiegen.

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