Die Erkenntnis

Die Hände rot vom Blut.
Sitzt er auf dem Sofa,
fern ab von aller Realität.
Sein Herz pocht noch immer.

Die Stille, die das Herz erschwert.
Der Hass verglommen.
Die Wut vergangen.
Die Erkenntnis, es ist genug.

Das Gesicht voll Kratzer,
verkrustet bereits das eigene Blut.
Die Kleidung zerrissen,
wie sein Herz in jenem Moment.

Die Stille, die das Herz erschwert.
Der Hass verglommen.
Die Wut vergangen.
Die Erkenntnis, es ist genug.

Die Körper auf dem Boden,
vom Blut überströmt,
das auf seinen Händen sich noch warm anfühlt.
Kein Laut mehr von ihren Lippen – endlich.

Die Stille, die das Herz erschwert.
Der Hass verglommen.
Die Wut vergangen.
Die Erkenntnis, es ist genug.

Das Schreien dröhnt in seinen Ohren,
Die Augen geistern in seinem Kopf,
er sah die Angst, hörte das Flehen,
wollte und konnte nicht aufhören.

Die Stille, die das Herz erschwert.
Der Hass verglommen.
Die Wut vergangen.
Die Erkenntnis, es ist genug.

Das Baby liegt auf dem Boden,
halb unter der Mutter begraben.
Keine weiteren Zähnchen wird es mehr bekommen,
ihn nicht mehr vom Schlafe abhalten.

Die Stille, die das Herz erschwert.
Der Hass verglommen.
Die Wut vergangen.
Die Erkenntnis, es ist genug.

Tränen rinnen über sein Gesicht,
die Erkenntnis kommt langsam,
bricht sich gewaltig seine Bahn,
und wird zu nie enden wollender Verzweiflung.

Die Stille, die das Herz erschwert.
Der Hass verglommen.
Die Wut vergangen.
Die Erkenntnis, es ist nicht genug.

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