Deutsche Gerechtigkeit!?!

„Herr Asafanglu, sind Sie sich der Schwere Ihrer Tat bewusst?“
„Herr Richter, ich sein...“
„Ja oder Nein, Herr Asafanglu!“
„Ja, aber...“
„Sie geben also zu, das Grundstück von Frau Oberwinter unrechtmäßig betreten zu haben?“
„Zu Tode hab ich mich erschreckt, als auf einmal dieser Neger in meinem Vorgarten stand. Und dann hatte der noch so einen bösen Blick,“ wetterte die alte Dame, die sich an ihrer kleinen schwarzen Handtasche festkrallte und böse Blicke zum Angeklagten warf.
„Ich nichts bösen Blick – ich nur wollen...“
„Ausrauben – dass wolltest Du. Und dabei hab ich doch nur so eine kleine Rente. So welche wie Dich, die sieht man ja immer im Fernsehen. Da sieht man doch schon das Verbrecherische im Gesicht, Herr Richter.“
„Frau Oberwinter bitte mäßigen sie sich!“ ,versuchte der Richter, die immer noch vor sich hingrummelnde Alte zu beruhigen.
„Herr Asafanglu, geben Sie zu, dass Sie in den Vorgarten von Frau Oberwinter eingedrungen sind?“
„Ja, ich warn in Vorgarten, aber...“
„Herr Richter, dass ist eine eindeutige Sache. Der Angeklagte gibt zu das Grundstück unrechtmäßig betreten zu haben. Ich denke, wir können jetzt zum Urteilsspruch kommen.“
„Herr Staatsanwalt, dies ist noch immer mein Gerichtssaal und ich entscheide, wann ich einen Urteilsspruch fälle.“
Der Richter blickte Herrn Asanfanglu eindringlich an: „Wie lange leben Sie in Deutschland, Herr Asanfanglu!“
„Drei Jahren, Herr Rischter!“
„Sind Sie berufstätig, Herr Asanfanglu.“
„Ja, ich sein, deshalb ich bin ja...“
„Ich sehe Sie arbeiten für die hiesigen Entsorgungsbetriebe.“
„Ja, deshalb...!“
„Herr Staatsanwalt, Herr Anwalt, sind Sie damit einverstanden, wenn wir dieses Verfahren mit einer Geldbuße auf sich beruhen lassen – sagen wir 10*50 Euro. Schließlich ist kein Schaden entstanden und...!“
„Ich hätte tot umfallen können, so hab ich mich erschreckt. Das hätte es zu Zeiten unserer guten Adolf nie gegeben, das so jemand damit davongekommen wäre!“
„Frau Oberwinter, ich muss doch sehr bitten!“, drohte der Richter der alten Frau.
„Die Herren Rechtsanwälte? Sind Sie damit einverstanden?“
Beide nickten.

„Ich das nicht verstehen, ich nur helfen wollten, arm alt Frau können nicht schwere Mülltonne rausstellen. Deshalb bin ich hin und wollt schwer Mülltonne holen!“
„So was, und konntest du das im Gericht nicht erklären?“
„Immer, wenn ich wollt, Richter oder Staatsanwalt mich unterbrechen.“
„Super und jetzt darfste 500 Piepen von deinem sauer verdienten Geld latzen, obwohl du nur helfen wolltest. Das nenne ich deutsche Gerechtigkeit.“

„Da sprechen die den doch einfach frei, Elfriedchen. Stell dir das vor!“
„Aber der hätt dich doch berauben können oder schlimmeres noch.“
„Ja, das hab ich ja auch gesagt, aber dieser Mensch von einem Richter hat mir überhaupt nicht zugehört!“
„Jaja, wir alten Leute werden heutzutage gar nicht mehr ernst genommen.“
„Jetzt muss der nur 500 Euro zahlen, Elfriedchen und ich kann nachts nicht mehr schlafen. Das ist doch keine deutsche Gerechtigkeit mehr heutzutage.“

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